Ich fühle
mich ungerecht behandelt, um es gelinde zu formulieren. Die Justiz zerstörte
meine Existenz, allein mein Verdienstverlust beträgt ca. eine Mio.
Euro.
Noch schlimmer
ist es allerdings, daß ich erneut zum Opfer der Justiz werden
könnte. Aus diesem Grunde ist für mich die Auswanderung aus
der Bundesrepublik Deutschland unerläßlich, weil ich hier
nicht mehr sicher bin. Die geplante Auswanderung nach Kanada ist leider
ziemlich teuer...
Schadensersatz bekomme ich nicht. Wenn ich mich auf langwierige, kosten-
und nervenintensive Prozesse einlassen würde, würde ich zum
Schluß doch nur mit einem Bagatellbetrag abgespeist. Daher habe
ich mich dazu entschlossen, die Affäre zu vermarkten. Ich werde
einen Lizenznehmer für die Produktion eines Dokumentarfilms suchen,
der Nettopreis beträgt zwei Mio. Euro. Die Lizenz kann von jederman
erworben werden.
Aber nicht nur
mir sind Schäden durch die Justiz zugefügt worden, sondern
auch der Allgemeinheit. Da ich kein Geld verdienen konnte, zahlte ich
auch keine Steuern: Einnahmeverlust des Finanzamtes ca. 500.000 Euro.
Da ich sparsam leben muß, kann ich nicht durch meinen Konsum Arbeitsplätze
anderer Menschen sichern. Weitere Kosten in Höhe von ca. 500.000
Euro würden enstehen, wenn der Staat bis an mein Lebensende für
mich aufkommen müßte. Der Gesamtschaden beträgt also
schon jetzt in jedem Fall mindestens ca. eine Mio. Euro. Das weltweite
Bekanntwerden der Ereignisse könnte dem Staat jedoch noch wesentlich
größere Schäden und Kosten zufügen.
...und damit
allen von Ihnen, meine Damen und Herren! Der durch die Justiz verursachte
Gesamtschaden muß so oder so von vielen ehrlichen, anständigen
und fleißigen kleinen Steuerzahlern aufgebracht werden, und mit
diesem Geld könnte man ja gewiß etwas besseres anfangen!
Nun argwöhnte
Pfarrer X., ich wolle mich auf Kosten dieser "kleinen Leute"
sanieren wollen. Ich müsse dewegen ein schlechtes Gewissen haben,
denn so was wäre asozial. Nun, ich will Ihnen jetzt in diesem Zusammenhang
Vergleiche mit der Kirche ersparen, es geht in diesem Kapitel um meinen
Fall.
Nein, es geht
eben nicht nur um meinen Fall! Solche Praktiken sind in diesem Lande
völlig üblich, wie mir mehrere Rechtsanwälte unabhängig
voneinander bestätigt hatten. Richter und Staatsanwälte können
machen was sie wollen, jeder kann Opfer ihrer Willkür werden! Rechtsanwälte,
die ja eigentlich die Interessen ihrer Mandanten vertreten sollten,
denken in der Regel nur an ihr Honorar und scheuen Konflikte. Eine wirkungsvolle
Kontrolle der Justiz muß her, so wie Politiker kontrolliert werden
müssen!
Mit meinem Publikationen
leiste ich also AUCH EINEN BEITRAG, daß sich solche Fälle
in Zukunft nicht mehr wiederholen werden. Unter dem Strich führen
meine Veröffentlichungen also sogar zu einer erheblichen finanziellen
Entlastung des "kleinen, ehrlichen Steuerzahlers", so daß
ich ihm gegenüber kein schlechtes Gewissen zu haben brauche.
Ihr Joachim Koßmann