Kritisiert werden zuweilen
auch meine Jesus - Satiren. Meine Absicht besteht darin, den absolut
lächerlichen christlichen Jesuskult zu karrikieren. Nur, weil vor
mittlerweile 2000 Jahren ein einziger Mensch sein Leben geopfert haben
soll, veranstalten Christen aller Art diesen Märtyrerkult. An die
vielen Millionen anderer Menschen, die seitdem durch das Christentum
auf grausamste Weise um´s Leben gekommen sind, denkt dabei niemand.
Welches Opfer hätte Jesus durch seinen Tod zudem schon gebracht
- er wäre sich ja seiner Wiederauferstehung sicher gewesen?
Wäre Jesus statt
dessen von der Straßenbahn überfahren worden, wäre er
schon seit Jahrhunderten vollkommen vergessen. ...und es würde
wahrscheinlich gar kein Christentum geben. Die Grundlage der christlichen
Religionen ist sehr schwach.
Immerhin, Jesus ist noch etwas relativ Handfestes, etwas Realisierbares,
ja auch etwas menschliches, weil er ja mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
tatsächlich gelebt hat. Außerdem ist Jesus "sauber",
er verkörpert für die Christen und auch für manche andere
das absolut "Reine", das "Gute", aber auf jeden
Fall nur Positives.
Bei dem "lieben Gott" ist das ja nun nicht mehr der Fall.
Nachdem große Teile der gläubigen Christenheit den Teufel
wegrationalisiert haben, ist ja "Gott" auch für alles
Negative und Böse verantwirtlich. "Gott" ist verantwortlich
für Kriege, Völkermorde und so weiter. Es war eben "Gottes
Wille". So wird manchen Christen Ihr eigener Gott lästig.
Tendenzen zur Entwicklung einer gottlosen christlichen Religion sind
unverkennbar. "Gott" polarisiert nicht mehr, er ist also nur
noch ein Auslaufmodell, er karrikiert sich im Grunde genommen selbst
und führt sich ad absurdum.
Was soll man da noch viel karrikieren? Offen gestanden, mir fallen gar
keine Witze ein. Ein alter, greiser Mann mit Bart, der auf einer Wolke
sitzt, darum ein paar Engelein mit einer Harfe - total langweilig, damit
läßt sich kein Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken.
Ein Leser äußerte die Vermutung, ich hätte Angst vor
den Juden. Zum Thema "Judentum" habe ich bereits seit Herbst
2001 ein Kapitel in der amerikanischen Fassung von pro-liberal.com veröffentlicht
(keine Satire!). Auf einen deutschen Text habe ich verzichtet, weil
ich nichts gravierend Neues dazu zu sagen habe, und die Leute genug
haben von der ständigen Vergangenheitsbewältigung mit dem
Dritten Reich und Auschwitz.
Ich denke, daß ich
mir auch Satiren über den Teufel sparen kann. Der gehört zwar
ursprünglich auch zur Religion, aber er spielt keine Rolle mehr.
Viele Christen haben selbst erkannt, daß der Teufelsglaube lächerlich
ist.
Weite Teile der ehemaligen
Christenheit sind also auf dem richtigen Wege, auf dem Weg zum Atheismus!
Gut so!